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Professionelle Website erstellen: Was passiert zwischen Auftrag und Livegang?

Für viele Unternehmen ist der Weg zur neuen Website eine Blackbox. Beauftragen, warten, hoffen. Und wenn am Ende etwas nicht passt, wird es teuer. Dabei ist der Ablauf gut planbar, wenn man ihn einmal von vorne bis hinten kennt.

Professionelle Website erstellen: Was passiert zwischen Auftrag und Livegang?

Diese Frage bekommen wir in fast jedem Erstgespräch: Was passiert eigentlich, nachdem wir den Auftrag erteilt haben? Wir zeigen Ihnen den kompletten Weg in 6 Schritten, vom ersten Gespräch bis zu dem Moment, in dem Ihre neue Seite online geht.

Die meisten Projekte scheitern nicht am Design. Sie scheitern daran, dass vorher niemand über das Ziel gesprochen hat. Nicht die Gestaltung allein bestimmt, ob eine Website funktioniert, sondern die Frage, was sie leisten soll. Deshalb reden wir zuerst.

Webdesign Ablauf: die 6 Schritte bis zum Livegang

Die ersten drei Schritte finden statt, bevor eine einzige Zeile Code geschrieben wird. Das wirkt langsam, spart aber genau die Korrekturschleifen, die ein Projekt teuer machen.

Schritt 1: Gespräch. Ziele, Zielgruppe, Umfang

Am Anfang steht kein Entwurf, sondern ein Gespräch. Wir klären, was die Website für Sie tun soll: Anfragen bringen, Bewerbungen erzeugen, Produkte erklären, Termine abnehmen. Dazu kommt, wen die Seite ansprechen soll und wie groß das Projekt realistisch wird.

Was wir von Ihnen brauchen: eine ehrliche Beschreibung, wo der Schuh drückt. Mehr nicht. Alles Weitere fragen wir ab.

Was passiert, wenn dieser Schritt fehlt: Sie bekommen eine hübsche Seite, die niemandem hilft. Das merkt man erst nach dem Livegang. Dann ist die Korrektur teuer.

Schritt 2: Konzept. Seitenstruktur der Website und Design

Jetzt entsteht der Bauplan. Die Seitenstruktur legt fest, welche Seiten es gibt, wie sie zusammenhängen und über welche Wege ein Besucher zu seinem Ziel kommt. Erst danach kommt die Gestaltung dazu, denn ein Design lässt sich nur für eine Struktur entwerfen, die schon steht.

Hier fällt auch die Entscheidung über die Größenordnung. Eine Seite mit einem einzigen Ziel, etwa für eine Kampagne oder eine Stellenanzeige, ist als OnePager oder Landingpage besser aufgehoben als in einer großen Struktur. Wird das Projekt größer, brauchen Sie ein Content-Management-System. Dann stellt sich die Systemfrage. Warum wir bei umfangreicheren Projekten meist Contao einsetzen, haben wir im Vergleich Contao oder WordPress aufgeschrieben.

Schritt 3: Freigabe. Sie entscheiden, bevor gebaut wird

Vor der Umsetzung gehen Struktur und Gestaltung zu Ihnen. Sie schauen darauf, stellen Fragen, ändern was geändert gehört. Erst mit Ihrer Freigabe beginnt der Bau.

Dieser Schritt ist der günstigste im ganzen Projekt. Eine Änderung im Konzept kostet ein Gespräch. Dieselbe Änderung nach der Umsetzung kostet Arbeitstage.

Schritt 4: Umsetzung. Templates, Installation, Technik

Jetzt wird gebaut: Templates, Installation des Systems, Technik im Hintergrund. Responsives Verhalten auf allen Geräten, Ladezeiten, Barrierefreiheit und die Grundlagen für die spätere Auffindbarkeit gehören in diese Phase und nicht in eine Nacharbeit.

In dieser Zeit hören Sie von uns wenig. Das ist normal und der einzige Abschnitt im Projekt, in dem wirklich nur wir arbeiten.

Schritt 5: Inhalte. Texte und Bilder wandern rein

Das Gerüst füllt sich. Texte, Bilder, Downloads, Formulare. Erfahrungsgemäß ist das der Schritt, der Projekte am häufigsten verzögert, weil Inhalte länger brauchen als gedacht.

Unser Rat: Fangen Sie mit den Texten an, sobald die Struktur aus Schritt 2 steht. Dann wissen Sie genau, welche Seiten Sie füllen müssen, statt ins Blaue zu schreiben.

Schritt 6: Staging-Umgebung. Vorschau, bevor es live geht

Bevor die Seite öffentlich wird, läuft sie vollständig auf einer geschützten Vorschau-Adresse. Dort sehen Sie die fertige Website genau so, wie sie später aussehen wird. Sie können sie in Ruhe durchklicken. Was dabei auffällt, ändern wir, bevor irgendjemand die Seite zu Gesicht bekommt.

Erst danach folgt der eigentliche Livegang: Domain umstellen, Weiterleitungen setzen, Erreichbarkeit prüfen.

Übrigens: Wo Sie in diesem Ablauf stehen und was Ihr Projekt ungefähr kostet, klären wir vorab in einer kostenlosen Erstberatung. Etwa 30 bis 45 Minuten, telefonisch, per Video oder vor Ort in Wemding. Ohne Kosten und ohne Verpflichtung.

Website Briefing: was wir von Ihnen brauchen

Ein gutes Briefing ist keine Hausaufgabe, die Sie allein erledigen müssen. Es entsteht im Gespräch. Trotzdem hilft es, wenn Sie diese Fragen schon einmal gelesen haben, denn sie entscheiden über Umfang, System und Aufwand:

  • Braucht die Website mehrere Sprachen?
  • Soll es eine Suche geben?
  • Kommt ein Blog oder ein Neuigkeiten-Bereich dazu?
  • Brauchen Sie einen geschützten Bereich für Kunden oder Partner?
  • Sollen Formulare, Termine oder Bestellungen darüber laufen?
  • Wer pflegt die Seite später und wie oft?

Die letzte Frage wird am häufigsten unterschätzt. Eine Website, die niemand pflegen kann, veraltet innerhalb eines Jahres. Wenn Sie selbst pflegen wollen, muss das System dazu passen und Sie brauchen eine kurze Einweisung.

Keine Sorge, wenn Sie darauf noch keine Antworten haben. Diese Fragen klären wir gemeinsam. Sie müssen nicht wissen, was Sie brauchen. Sie müssen nur wissen, was Sie vorhaben.

Website Relaunch Checkliste: was bei einer bestehenden Seite dazukommt

Wenn Sie schon eine Website haben, kommt zum Ablauf oben eine zweite Ebene dazu. Der Neubau ist dabei selten das Problem, der Übergang ist es. Diese Punkte gehören auf jede Relaunch-Checkliste:

  • Bestand aufnehmen: Welche Seiten gibt es heute, welche werden tatsächlich aufgerufen, welche können weg?
  • Weiterleitungen planen: Jede alte Adresse braucht ein neues Ziel, sonst laufen Besucher und Suchmaschinen ins Leere.
  • Sichtbarkeit sichern: Inhalte, die heute gefunden werden, dürfen beim Umzug nicht verschwinden oder verkürzt werden.
  • Inhalte übernehmen oder neu schreiben: Eine bewusste Entscheidung pro Seite, nicht ein pauschales Kopieren.
  • Vor dem Umschalten testen: Genau dafür gibt es die Staging-Umgebung aus Schritt 6.

Checkliste für die Praxis

Wenn Sie eine professionelle Website erstellen oder erstellen lassen möchten, gehen Sie diese Punkte der Reihe nach durch:

  1. Ziel der Website in einem Satz formulieren.
  2. Zielgruppe benennen und aufschreiben, was diese Menschen auf der Seite suchen.
  3. Die Briefing-Fragen oben beantworten, so weit es geht.
  4. Struktur festlegen und freigeben, bevor über Gestaltung gesprochen wird.
  5. Verantwortliche für Texte und Bilder benennen, mit Termin.
  6. Klären, wer die Seite später pflegt und wer die Einweisung bekommt.
  7. Bei einem Relaunch: Weiterleitungen planen, bevor umgeschaltet wird.
  8. Vor dem Livegang in der Vorschau vollständig durchklicken.

Häufige Fragen zum Ablauf

Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?

Der Preis hängt fast vollständig an Schritt 1 und 2: Umfang, Funktionen und wie viele Inhalte entstehen müssen. Eine Landingpage mit einem Ziel liegt in einer anderen Größenordnung als ein mehrsprachiger Auftritt mit Kundenbereich.

Deshalb nennen wir keine Hausnummer ins Blaue, sondern einen Rahmen, sobald wir wissen, worum es geht. Konkrete Zahlen, Positionen und ein Beispielprojekt finden Sie im Beitrag Contao Website erstellen lassen: Kosten, Ablauf und Vorteile.

Wie lange dauert es, eine Website zu erstellen?

Für einen typischen Unternehmensauftritt sollten Sie mit etwa 8 bis 12 Wochen rechnen, von der ersten Besprechung bis zum Livegang. Ein OnePager ist deutlich schneller fertig, ein Portal mit Kundenbereich dauert länger.

Der Faktor, der den Zeitplan am stärksten bewegt, ist nicht die Technik, sondern Schritt 5. Sobald Texte und Bilder vorliegen, geht es zügig. Wer die Inhalte parallel zur Umsetzung vorbereitet, spart oft mehrere Wochen.

Wie plane ich meine Webseite richtig?

Beginnen Sie beim Ziel, nicht bei der Optik. Schreiben Sie in einem Satz auf, was ein Besucher auf Ihrer Seite tun soll. Daraus ergibt sich die Struktur, aus der Struktur der Umfang und aus dem Umfang erst das System.

Praktisch heißt das: die Briefing-Fragen oben beantworten, dann eine Liste der Seiten anlegen, dann pro Seite notieren, welche Frage sie beantwortet. Wer in dieser Reihenfolge arbeitet, plant in Stunden statt in Wochen.

WordPress oder Contao: was ist besser?

Diese Frage gehört an das Ende von Schritt 2, nicht an den Anfang des Projekts. Erst wenn feststeht, was die Website leisten soll, lässt sich das System sinnvoll wählen.

Wir arbeiten überwiegend mit Contao, weil es bei strukturierten Unternehmensauftritten und bei der Rechteverwaltung mehrerer Redakteure seine Stärken hat. Die ausführliche Gegenüberstellung steht unter Contao oder WordPress.

Drei Projekte, ein Fundament

Wie das Ergebnis aussieht, sehen Sie am besten an fertigen Projekten. Eine Küchenausstellung, ein Bauunternehmen und ein Recyclingbetrieb haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Alle drei sind denselben Weg gegangen und laufen auf demselben Fundament, gebaut und betreut von uns.

Eine Auswahl unserer Arbeiten finden Sie unter Referenzen. Was in jeder Website von uns steckt und wie wir arbeiten, steht auf der Seite Webdesign.

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